William Romaine Newbold

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W.R. Newbold
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W.R. Newbold

William Romaine Newbold (* 1865; † 1926) war Dozent für Philosophie an der University of Pennsylvania in Philadelphia. Er hörte bereits 1915 von dem Manuskript, beschäftigte sich damit aber erst ab 1919, nachdem er von W.M.Voynich drei Seiten in Photokopie erhalten hatte. Bereits nach wenigen Stunden meinte er, einen Schlüssel gefunden zu haben.

In der Folge entwickelte er die Theorie einer Mikroschrift. Demnach sollte der eigentliche Inhalt des Manuskripts in mikroskopisch kleinen Unregelmäßigkeiten der Voynich-Zeichen versteckt sein (man bedenke, daß ihm nur simple Fotokopien zur Verfügung standen). Bei genauer Betrachtung würden darin altgriechische Kurzschriftzeichen erkennbar. Der so gelesene Text wurde von Newbold einem weiteren Dechiffrierungsschritt unterzogen. Zu diesem Zweck würfelte er die „entzifferten“ Buchstaben nach Art eines Anagramms wild durcheinander, so daß sich im Prinzip jeder beliebige Klartext erzeugen ließ.

Das Resultat bestätigte ihm nicht nur die Urheberschaft Roger Bacons, darüberhinaus verriet es angeblich auch, dass Bacon nicht nur über ein Mikroskop verfügt habe, sondern dass ihm bereits die Spiralstruktur des Andromedanebels bekannt gewesen sei.

Über ihre Ergebnisse berichteten Voynich und Newbold im April 1921 in mehreren Vorträgen vor dem „College of Physicians“ und der „American Philosophical Society“ in Philadelphia. Obwohl erste (vermeintliche) Erfolge sich schnell eingestellt hatten, gestaltete sich die weitere Entzifferung ausgesprochen mühsam. Bevor Newbold eine vollständige Decodierung an Voynich liefern konnte, starb er überraschend im September 1926.


Newbold war der erste Voynich-Forscher, der seinen guten akademischen Ruf mit einer angeblichen Entzifferung des VMS beendet hat.

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